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Qualitätssicherung. von Ulf am Thu, 9 Feb 2012 08:50:22 +0100:
<img src="http://weblog.hundeiker.de/media/1/20120208-promo.jpg" class="quali" alt="Promotion-CD." />Einen auf Plattenkritiker zu machen bedeutet Urteile zu fällen. Und kein Urteil ohne Fakten<sup style="font-size:smaller;"><a href="http://www.blog-webkatalog.de//item-6111.html#6111-1" title=" Soweit man bei Plattenkritiken von Fakten reden kann.">*1</a><a name="6111-1f"></a></sup>. Und, wie ich irgendwann schon erwähnte, nicht alles, was ich zur Beurteilung bekomme, gefällt mir. Und, wie ich ebenso erwähnte, ist <a href="http://weblog.hundeiker.de/item-4436.html">mein Geschmack nicht</a> das alleinige Kriterium für Qualität. Und bei Albumcheck gibt es auch noch eine Skala bis 10.<br />
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Was also bei Platten, die nicht meinen Geschmack treffen oder mangels meiner Fachkompetenz für die Musikrichtung nicht so einfach beurteilen kann? Fakten sammeln. Als guter, qualitätsmanagement<a href="http://weblog.hundeiker.de/item-4570.html">geschädigter</a> Ex-Pfleger am besten mit einer Checkliste beziehungsweise einem Punktesystem, so wie bei der Bradenskala<sup style="font-size:smaller;"><a href="http://www.blog-webkatalog.de//item-6111.html#6111-2" title=" Mit der Bradenskala wird das Risiko für PatientInnen berechnet, einen Dekubitus=Druckgeschwür zu bekommen.">*2</a><a name="6111-2f"></a></sup> und anderen Scores.<br />
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Also <del>erschlampte</del> erschuf ich über Nacht eine Tabelle mit 13 Kriterien. Punkte 0-2. 0=Nix, 1=Mittel, 2=Viel. Alles addiert und dann durch 2,6 geteilt und gerundet ergibt das die Zahl der Qualitätspunkte. Und ich habe eine Checkliste, an der ich mich für das schriftliche Urteil orientieren kann.<br />
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Wie bearbeite ich das Material denn überhaupt?<br />
Zur Zeit hat sich folgendes Vorgehen herauskristallisiert:<br />
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<b>1.: Vorbereitung der Muster.</b><br />
<img src="http://weblog.hundeiker.de/media/1/20120209-review_stammdaten.jpg" class="holi3" alt="Formular für die Stammdaten." />Am liebsten ist mir die digitale Bemusterung. Ich bekomme einen speziellen Link per Mail und kann damit direkt die mp3-Dateien laden, zudem Bild- und Infomaterial. Das erleichtert die Arbeit erheblich, denn<br />
CDs muß ich zunächst rippen, also in mp3 umwandeln, um damit sinnvoll arbeiten zu können. Da das üblicherweise unveröffentlicht ist, sind die Metadaten, also Albumtitel, Titeltitel, Interpret, Genre und so noch nicht in den Datenbanken im Internet, die meine Ripper anzapft. Das muß ich per Hand machen, sonst kann nichts und niemand nachher die Stücke auseinanderhalten.<br />
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Speichern tue ich das in der OrdnerInnenstruktur: Interpretordner-Albumordner-mp3-Dateien<br />
Die mp3-Dateien wandern so sortiert auf den Server (der die Stereoanlage bedient) und mein Telephon. Die Struktur ist dort eigentlich gleich, aber die noch nicht abgearbeiteten Alben kommen erst in einen speziellen Ordner darauf und später, nach Fertigstellung der Review, in die normale Struktur. So finde ich die Arbeit schneller.<br />
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Die mitgelieferten Infos werden entweder gespeichert oder auf dem entsprechenden Haufen aufgehäuft.<br />
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<b>2.: Erster Durchlauf.</b><br />
Der erste Durchlauf eines Albums ist zunächst eher Hintergrundmusik, nebenbei gehört, während ich etwas anderes mache. Zum Beispiel die lästigen Stammdaten<sup style="font-size:smaller;"><a href="http://www.blog-webkatalog.de//item-6111.html#6111-3" title=" Als Stammdaten, inspiriert von der PatientInnenverwaltung meiner Ex-Branche, bezeichne ich die nackten Fackten wie Interpret, Erscheinungsdings, Label, Bla.">*3</a><a name="6111-3f"></a></sup> im Wordpress-Backend von Albumcheck einpflegen. Diese werden üblicherweise irgendwie, schriftlich oder mehlig, mitgeliefert.<br />
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Passieren tut da noch nicht viel, außer einem bewußt flüchtigen ersten Eindruck. Ich kann dann schon einschätzen, wie schwierig die Review werden wird.<br />
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<b>3.: Folgedurchläufe:</b><img src="http://weblog.hundeiker.de/media/1/20120209-review_formular_ausgefuellt.jpg" class="hore3" alt="Mit extrem schlechter Schrift ausgefüllter Review-Bogen." /><br />
Daheim und unterwegs wird das Album mal gezielter, mal ungezielter gehört. Während einer Hörung sammle ich Material über die Band und eventuell schon verfügbare Besprechungen des Albums. Denkanstöße sind wichtig, um die eigene Auffassung zu relativieren und weitere Aspekte einfließen lassen zu können.<br />
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<b>4.: Finale.</b><br />
Wenn ich den Zeitpunkt für gekommen halte (oder der Zeitpunkt mich), dann kommt das große Finale, welches allerdings meist recht zügig vonstatten geht. Während das Album mal wieder läuft (und mich oft langsam zu nerven beginnt), schnappe ich mir das erwähnte Blatt, fülle den Score aus und mache mir Notizen, was ich warum wie finde, was mir auffällt und dergleichen. <br />
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Daran orientiere ich mich für den geschriebenen Text. Den schreibe ich meistens am Stück herunter. Dank der ausführlichen Vorbereitung geht das relativ zügig. Die vorab gesammelten Infos lasse ich nach Bedarf einfließen.<br />
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Wie lange so etwas dauert, kann ich nicht genau sagen. Mehrere Tage, und ich bearbeite mehrere Alben parallel. Die reine Arbeistzeit anzugeben würde schwer.<br />
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<b>Unterwegs</b>.<br />
Gut ist, daß ich auch unterwegs arbeiten kann. Dank Smartphone kann ich auch im Bus via Internet Infos sammeln, mit einer App schon mal den mit den Stammdaten angefangenen Artikel mit Text füllen. Die Feinarbeit der Formatierung mache ich der Bequemlichkeit wegen dann noch am Rechner, das sind dann meist nur noch einige Minuten.<ul class="footnote"><a name="6111-1"></a><li><a href="http://www.blog-webkatalog.de/#6111-1f">Anm. 1:</a> Soweit man bei Plattenkritiken von Fakten reden kann.</li><a name="6111-2"></a><li><a href="http://www.blog-webkatalog.de/#6111-2f">Anm. 2:</a> Mit der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Braden-Skala">Bradenskala</a> wird das Risiko für PatientInnen berechnet, einen Dekubitus=Druckgeschwür zu bekommen.</li><a name="6111-3"></a><li><a href="http://www.blog-webkatalog.de/#6111-3f">Anm. 3:</a> Als Stammdaten, inspiriert von der PatientInnenverwaltung meiner Ex-Branche, bezeichne ich die nackten Fackten wie Interpret, Erscheinungsdings, Label, Bla.</li></ul>
Von der Wiege bis zur Bahre reloaded. von Ulf am Wed, 8 Feb 2012 14:14:52 +0100:
<img src="http://weblog.hundeiker.de/media/1/20120208-killernieten.jpg" class="quali" alt="Nietenarmband." />Gestern war ich wieder bei meiner reizenden Dame vom Amt, also, vom Arbeitsamt, Abteilung Schwerbehinderte und Ulfs. Freitag war endlich der ausführliche gutachterliche Bericht von Saarbrücken gekommen, dessen Lektüre mich zum Teil irritiert hatte- daß der <a href="http://weblog.hundeiker.de/item-5605.html">Psychologe schon mein Heavy-Metal-Shirt</a> so bemerkenswert findet, daß er es im Bericht erwähnt... ich hätte an seiner Stelle das Nietenarmband interessanter gefunden. Vielleicht dachte er aber auch, daß Nietenarmbänder einfach zu solchen Nieten dazugehören.<br />
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Nunja, immerhin wurde mir (verwirrenderweise) eine sehr hohe Intelligenz zugesprochen. Macht sich gut, auch wenn das ich nicht glaube. Aber darum geht's hier eigentlich nicht.<br /><img src="http://weblog.hundeiker.de/media/1/20120208-formular.jpg" class="quare" alt="Formular." /><br />
Jedenfalls half meine Arbeitsbeamtete, aus dem drölfzig Seiten langen Gutachten das wesentliche herauszusuchen. Alsda wäre: Man empfiehlt mir, <a href="http://weblog.hundeiker.de/item-3238.html">Antrag</a> auf <a href="http://weblog.hundeiker.de/item-3679.html">Leistungen</a> zur Teilhabe am Arbeitsleben zu stellen. <br />
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Aha. <br />
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Ich glaube, das wird noch zur Gewohnheit für mich, wie Fußnägelkauen und so.<br />
Ich habe den Kram nun gespeichert, dann muß ich beim nächsten Mal nur noch das Datum ändern.
Das Frauenbild. von Ulf am Tue, 7 Feb 2012 17:52:21 +0100:
Als ich aus dem Saunaraum kam, unterhielten sich die drei bereits angeregt, zwei Freunde und ein Einzelner, alle ein wenig älter als ich scheinend. Aus Gesprächsfetzen schloß ich, daß die beiden ihn wohl auf das Tattoo am Unterarm angesprochen haben mußten. Denn sie sprachen über Auslandseinsätze der Bundeswehr, und seinen rechten Unterarm zierte ein Schriftzug, der eine militärische Einheit bezeichnete.<br />
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Ein wenig später kam ich von diversen Maßnahmen zur körperlichen Abkühlung im Garten zurück. Noch immer im Gespräch waren die drei, nur hatte das Thema gewechselt: Frauen. Die Herren sprachen derart schlecht über Frauen und machten entsprechende Scherze, daß ich mich ziemlich wunderte, weshalb vor allem der Wortführer überhauptverheiratet waren.<br />
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Mit mir Zuwiderseiendem teile ich doch nicht mein Leben?<br />
Nun, jedem seine Meinung und sein Frauenbild...<br />
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Was wollt Ihr? Mein Frauenbild?<br />
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Ich habe kein gutes Frauenbild, und auch kein schlechtes. Ich habe gar keins. <br />
Ich brauche kein Frauenbild, denn ich habe eine Frau.
Der Mann im Tier. von Ulf am Tue, 7 Feb 2012 09:09:08 +0100:
Die älteren unter den geneinǵten LeserInnen sollten noch die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Muppet_Show">Muppet Show</a> aus dem zweiten Fernseherprogramm kennen. Ich mochte vor allem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Muppet_Show#Tier">Tier</a>, den Drummer, sehr gerne, vor allem wegen seines Betragens. Und seiner Fähigkeiten.<br />
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Das getrommelte Duell zwischen ihm und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Buddy_Rich">Buddy Rich</a><sup style="font-size:smaller;"><a href="http://www.blog-webkatalog.de//item-6105.html#6105-1" title=" Buddy Rich verstarb 1987 leider viel zu früh mit 70 Jahren. Einer der besten SchlagzeugerInnen der Welt, der auf recht sparsamem Gerät unglaubliches erspielte.">*1</a><a name="6105-1f"></a></sup> ist legendär:<br />
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<object width="480" height="360"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/n_BmeBfV-O4?version=3&hl=de_DE&rel=0"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/n_BmeBfV-O4?version=3&hl=de_DE&rel=0" type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="360" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object><br />
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Nun, jeder weiß wohl, daß Tier nicht wirklich selbst spielen konnte, sondern daß dies ein Mensch tat. Doch kaum einer weiß, wer die Drums von Animal synchronisiert hat. Nur eines war klar: Auch für ihn war das Drumkit weniger ein Musikinstrument als ein Körperteil.<br />
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Der Mann im Tierhieß Ronnie Verell und war beileibe kein Unbekannter<sup style="font-size:smaller;"><a href="http://www.blog-webkatalog.de//item-6105.html#6105-2" title=" Ronnie Verell trommelte unter anderem für: Tony Bennett, Shirley Bassey, John Williams, Cleo Laine, Tom Jones, Champion Jack Dupree, Vic Lewis, Jay McShann, Al Casey, Stan Tracey, Yehudi Menuhin, Stéphane Grappelli.">*2</a><a name="6105-2f"></a></sup>. Er sei hiermit gewürdigt!<br />
<br />
<object width="480" height="360"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/hzhNBkMDA7Y?version=3&hl=de_DE&rel=0"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/hzhNBkMDA7Y?version=3&hl=de_DE&rel=0" type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="360" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object><br />
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Er starb auch viel zu jung und viel zu früh an einer Pneumonie nach einem Treppensturz im Jahr 2002. Da war er zwar schon 76, aber das ist kein Grund, finde ich!<ul class="footnote"><a name="6105-1"></a><li><a href="http://www.blog-webkatalog.de/#6105-1f">Anm. 1:</a> Buddy Rich verstarb 1987 leider viel zu früh mit 70 Jahren. Einer der besten SchlagzeugerInnen der Welt, der auf recht sparsamem Gerät unglaubliches erspielte.</li><a name="6105-2"></a><li><a href="http://www.blog-webkatalog.de/#6105-2f">Anm. 2:</a> Ronnie Verell trommelte unter anderem für: Tony Bennett, Shirley Bassey, John Williams, Cleo Laine, Tom Jones, Champion Jack Dupree, Vic Lewis, Jay McShann, Al Casey, Stan Tracey, Yehudi Menuhin, Stéphane Grappelli.</li></ul>
Erfreulich! von Ulf am Mon, 6 Feb 2012 21:45:27 +0100:
Nach wie vor habe ich <a href="http://weblog.hundeiker.de/item-4185.html">Freude</a> daran, <a href="http://weblog.hundeiker.de/item-4194.html">Freude</a> zu bereiten. <br />
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<img src="http://weblog.hundeiker.de/media/1/20120206-postausgang.jpg" class="quere" alt="Geschenk im Postausgang" />In meinem Postausgang wartet ein dicker Umschlag mit einer CD, welche ich nicht mehr brauche und die hier nur Platz wegnimmt. Sie macht sich morgen auf den Weg zu jemandem, den ich so gut wie gar nicht kenne, der sie aber, wie ich weiß, gerne haben würde, aber dessen Geld nicht reicht. <br />
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Mein Gesetz dabei ist: Ich will keine Gegenleistung! jedenfalls nicht für mich. Der Erfreute möge seine Dankbarkeit an jemand anderem auslassen, der es brauchen kann, oder einfach nur so, ohne jeden Grund außer dem Spaß an der (Er-)Freude.<br />
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Ich finde, das sollten alle Menschen gelegentlich tun.