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Heinrich Harrer – Sieben Jahre in Tibet von am Mon, 06 Feb 2012 12:47:15 +0100:
<p>Heinrich Harrer wurde am 06. Juli 1912 in Kärnten (Österreich) geboren und wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf. Sein Vater war Postbeamter und seine Mutter war Hausfrau, für ihn war ein normales und bürgerliches Leben vorprogrammiert. Aber Heinrich Harrer war anders als viele junge Menschen, denn er verspürte schon früh den Drang als Abenteurer die Welt zu entdecken. Bereits während seiner Schulzeit und seinem erfolgreichen Studium (Geographie und Sport) zog es ihn immer wieder in die freie Natur. Er war sportlich sehr aktiv, er verdiente sich sein Taschengeld mit Bergführungen und mit Skikursen und wurde außerdem akademischer Abfahrtsweltmeister im Skifahren. Da er sehr talentiert war, übernahm er zwischenzeitlich auch die Damenski-Nationalmannschaft als Trainer, nebenbei machte er auch noch Leichtathletik und wurde sogar österreichischer Golfmeister. Doch eine Freizeitbeschäftigung hatte es ihm besonders angetan, die Faszination vom Bergsteigen.</p><img src="http://data7.blog.de/media/969/6168969_5dcb215b4c_l.jpg" width="200px" height="150px" alt=""><br><a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Nordwand.jpg?uselang=de-at"><i>Foto</i></a> von <a href="http://commons.wikimedia.org/w/index.php?title=User:Steinmann&action=edit&redlink=1"><i>Steinmann<br></i></a><p>Im Alter von 26 Jahren bestieg er erfolgreich gemeinsam mit drei anderen Männern die berüchtigte und gefährliche Eiger-Nordwand in der Schweiz. Noch nie zuvor war dies einem Bergsteiger gelungen, denn die meisten Kletterer kamen bei dieser „Mordwand“ ums Leben. Durch diese waghalsige Besteigung wurden sie sogar vom damaligen Diktator Adolf Hitler empfangen, der den Heldenmut der Männer für seine Propaganda-Zwecke ausnutzen wollte. Aber Heinrich Harrer war nur an seiner Abenteuerlust interessiert und begab sich kurze Zeit später 1939 auf eine Erkundungsexpedition zum Nanga Parbat (Berg im Himalaya Gebirgssystem in Asien). Doch diese fand ein schlagartiges Ende, denn aufgrund des ausweitenden Zweiten Weltkrieges wurden die Expeditionsteilnehmer gefangengenommen und in ein britisches Internierungslager in Nord-Indien verfrachtet.</p><p>Für Heinrich Harrer war die Freiheit in seinem Leben schon immer am wichtigsten gewesen, aus diesem Grund war er sehr unglücklich in diesem vom Stacheldraht eingezäunten Lager. Und so dachte er sofort an eine Flucht aus dieser Gefangenschaft und bereitete sich auch gewissenhaft darauf vor. Er trainierte täglich seinen Körper um seine gute Kondition zu erhalten, egal wie schlecht das Wetter auch war. Zusätzlich lernte er Tibetisch und Japanisch, um sich mit den Einheimischen verständigen zu können. Trotz zahlreicher missglückter Ausbruchsversuche, die immer mit langer Einzelhaft bestraft wurden, gab Heinrich Harrer nicht auf, und beim fünften Versuch schaffte er es tatsächlich. Nach mehreren Jahren der Gefangenschaft machte er sich am 29. April 1944 auf zur Flucht nach Tibet. Dieser Weg war gepflastert von unmenschlichen und unvorstellbaren Strapazen, weshalb es kaum ein anderer Gefangener wagte, diesen Weg einzuschlagen.</p><img src="http://data7.blog.de/media/970/6168970_6a641493f2_l.jpg" width="200px" height="140px" alt=""><br><a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tibet_Midui_Glacier,Autumn_colour.jpg"><i>Foto</i></a> von <a href="http://www.flickr.com/photos/15470975@N03"><i>Jan Reurink<br></i></a> unter <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en"><i>CC BY 2.0</i></a><p>Heinrich Harrer und sein Freund Peter Aufschnaiter machten sich gemeinsam auf den Weg zur verbotenen Stadt Lhasa, der tibetischen Hauptstadt. Sie gaben sich als reisende Pilger aus, aber immer mussten sie fürchten, wieder eingefangen und eingesperrt zu werden. Die Reise war sehr beschwerlich, sie mussten zahlreiche Gebirgspässe von über 5.000 Metern überwinden und durch viele kalte Flüsse wandern. Heftige Schneestürme, zweistellige Minusgrade, Erfrierungen und fehlende Nahrung machten ihre abenteuerliche Reise zu einer unglaublichen Herausforderung. Immer wieder trafen sie unterwegs auf umherziehende Nomaden, die sie meistens freundlich aufnahmen und sie auch mit Essen versorgten. Nach fast zwei Jahren unvorstellbarer Qualen erreichten sie schließlich die Stadt Lhasa, über 2.000 Kilometer Fußmarsch hatten sie bis dahin hinter sich gebracht. Doch wie würden die Einwohner auf die zwei schmutzigen und verwahrlosten Wanderer reagieren? Denn diese auf 3.600 Meter Meereshöhe gelegene Hauptstadt von Tibet war zur damaligen Zeit weitgehend unerforscht und vollkommen abgeschieden von der restlichen Welt gewesen.</p><img src="http://data7.blog.de/media/971/6168971_16e7167ef9_l.jpg" width="200px" height="140px" alt=""><br><a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_Bild_135-S-12-01-24,_Tibetexpedition,_Pilger.jpg"><i>Foto</i></a> von <a href="http://www.bild.bundesarchiv.de/archives/barchpic/search/_1328525387/?search%5Bform%5D%5BSIGNATUR%5D=Bild+135-S-12-01-24"><i>Ernst Schäfer</i></a><br>unter <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en"><i>CC BY-SA 3.0</i></a><p>Entgegen aller Befürchtungen wurden sie jedoch weder erkannt noch zurückgehalten, als sie durch das Haupttor dieser Stadt eintraten. Die unter Hunger und Kälte leidenden Abenteurer wurden bald von einem Adeligen aufgenommen, sie konnten sich nun waschen, bekamen frische Kleidung und konnten ihre bereits langen Bärte rasieren. Ihre Geschichte von der Flucht aus dem Gefängnis und der abenteuerlichen Reise durch weitgehend unerforschte Gebiete verbreitete sich rasant, und die Bewohner schätzten die Ausdauer und den Mut der Reisenden. Bald wurde das Vertrauen in die Wanderer größer, und Heinrich Harrer und Peter Aufschnaiter durften tatsächlich in dieser fremden und geheimnisvollen Stadt bleiben. Sie arbeiteten nun für die tibetische Regierung, bauten Bewässerungsanlagen, Kanäle und Dämme, denn Lhasa war im Gegensatz zu zivilisierten Städten stark unterentwickelt. Heinrich Harrer lernte eine total fremde Kultur kennen und war vollkommen fasziniert von der Religion und der Einstellung der Menschen hier.</p><p>Heinrich Harrer: <em>„Schon nach kurzem Aufenthalt war es mir nicht mehr möglich, gedankenlos eine Fliege zu töten. Und in Gesellschaft eines Tibeters hätte ich es nie gewagt, nach einem Insekt zu schlagen, nur weil es mir lästig war“</em></p><p>Da Heinrich Harrer ein sehr belesener Mann war, wurde er bald beauftragt, den damaligen jungen 14. Dalai Lama (Oberhaupt des tibetischen Buddhismus), zu unterrichten. Er brachte ihm die westliche Kultur näher und lehrte ihm Englisch und Geographie. Der junge Dalai Lama, der damals 14 Jahre alt war, war sehr interessiert an den Erzählungen von Heinrich Harrer und sie verbrachten sehr viel Zeit miteinander. Es entwickelte sich eine enge Freundschaft zwischen ihnen, trotz der unterschiedlichen Herkunft. Tibet wurde für Heinrich Harrer zur zweiten Heimat, hier fühlte er sich wohl. Inmitten der faszinierenden Landschaften, der mächtigen Berge und der Flüsse spürte er die Natur, so wie er es sich vorstellte, zusätzlich konnte er hier unerforschte Gebiete erkunden und fremde Kulturen kennenlernen. </p><img src="http://data7.blog.de/media/972/6168972_8977bb4e73_l.jpg" width="200px" height="150px" alt=""><br><a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_Bild_135-KB-09-097,_Tibetexpedition,_M%C3%B6nch_mit_Muscheltrompete.jpg"><i>Foto</i></a> von <a href="http://www.bild.bundesarchiv.de/archives/barchpic/search/_1328528406/?search%5Bform%5D%5BSIGNATUR%5D=Bild+135-KB-09-097"><i>Deutsches Bundesarchiv </i></a><br>unter <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en"><i>CC BY-SA 3.0</i></a><p>Im Herbst 1950 war das ruhige Leben für Heinrich Harrer und seine Freunde aber schlagartig vorbei, denn chinesische Truppen besetzten gewaltsam das Land. Tempel und Klöster wurden zerstört und viele Tibeter wurden umgebracht. Als die Truppen immer näher an Lhasa heranrückten, musste Heinrich Harrer, genauso wie viele Tibeter und auch der Dalai Lama, fluchtartig fliehen. In dieser hektischen Zeit musste sich Heinrich Harrer von seinen Freunden verabschieden und kehrte 1952 nach über 13 Jahren im Ausland wieder in seine Heimat nach Österreich zurück. Überwältigt von seinen Eindrücken und Erlebnissen in einem weit entfernten Land begann er, Bücher zu schreiben und seine Abenteuer in Fernsehsendungen zu erzählen.</p><p>Heinrich Harrer unternahm noch viele weitere Reisen, denn seine Abenteuerlust war noch nicht zu Ende. Er erforschte den Amazonas (Südamerika), bestieg als erster Mensch die „Carstensz-Pyramide“ (Berg in Indonesien) und reiste in die entlegensten Gebiete der Welt, um darüber zu berichten. In späteren Jahren besuchte er auch wieder seine große Liebe Tibet, wo er eine so lange Zeit verbrachte, und dachte zurück an die glückliche Zeit und die unbeschwerten Stunden mit seinem Freund, dem Dalai Lama.</p><p>Heinrich Harrer bereiste als Forscher und Entdecker die ganze Welt. In einer Zeit, in der viele Gebiete noch unentdeckt waren, schritt er mutig voran und ging immer Wege, die noch nie ein Mensch zuvor gewagt hatte. Er trug wesentlich dazu bei, Tibet für die westliche Welt zu öffnen und international bekannt zu machen. Sein geschriebenes Buch „Sieben Jahre in Tibet“, wo er über sein Leben in Tibet berichtete, wurde zum internationalen Bestseller und wurde in über 50 Sprachen weltweit übersetzt. Diese Geschichte wurde 1997 verfilmt, der Regisseur, der Hauptdarsteller Brad Pitt sowie andere Darsteller wurden aus diesem Grund von China mit einem lebenslangen Einreiseverbot nach China belegt, da China die Unabhängigkeit Tibets bis heute nicht anerkennen will. Viele Aufstände in Tibet werden bis heute von China brutal niedergeschlagen. </p><p>Heinrich Harrer starb am 07. Januar 2006 im Alter von 93 Jahren. Bis zum Schluss pflegte er eine enge Freundschaft zum 14. Dalai Lama, dem er seinerzeit Unterricht gab. Er lebte sein Leben immer so, wie er es wollte. Voller außergewöhnlicher Abenteuer und Geschichten, die Menschen bis heute faszinieren. </p><p>Heinrich Harrer: <em>„Die Frage, warum man etwas Ungewöhnliches unternimmt, stellt sich gar nicht. Die Begründung könnte ganz einfach die Lust am großen Abenteuer sein“</em></p><img src="http://data7.blog.de/media/973/6168973_dcca0f9994_l.jpg" width="140px" height="150px" alt=""><br><a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Harrer_Frankfurt_1997.jpg"><i>Foto</i></a> von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Smokeonthewater"><i>Smokeonthewater</i></a><br>unter <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en"><i>CC BY-SA 3.0</i></a><p><br><br><img src="http://ad.zanox.com/ppv/?20177344C778355312" align="bottom" width="1" height="1" border="0" hspace="1"><a href="http://ad.zanox.com/ppc/?20177344C778355312T&ULP=[[http://www.amazon.de/Sieben-Jahre-Tibet-Leben-Dalai/dp/3548357539/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1328526035&sr=1-1&tag=zanoxdemultic-21]]">Werbeanzeige Amazon: Heinrich Harrer - Sieben Jahre in Tibet --> Hier klicken</a><br></p><p><small><a href="http://Motivationsgeschichten.blog.de/2012/02/06/heinrich-harrer-sieben-jahre-tibet-12670709/#comments">Kommentare</a></small></p>
Jessica Joy Rees – Ein beherzter Kampf gegen den Krebs von am Mon, 30 Jan 2012 10:17:43 +0100:
<p>Am 03. März 2011 änderte sich das Leben für die 12-jährige Jessica Joy Rees schlagartig. Bei einer Kernspintomographie (erzeugt Bilder des Körperinneren) wurde ein Tumor im Gehirn des kleinen Mädchens festgestellt. Da dieser Gehirntumor inoperabel war, musste sich Jessica einer schwierigen Chemotherapie und Bestrahlung unterziehen. Im Internet (Facebook) dokumentierte sie seit dieser Diagnose ihren Kampf gegen den Krebs und ihre Hoffnung, wieder gesund zu werden.</p><p>Während ihrer teils schmerzhaften Krankenhausbesuche verlor sie ihre Haare und wurde auf einem Ohr taub, aber die kleine Jessica kämpfte verbissen um ihre Gesundheit. Mitten in diesem Kampf gegen den bösartigen Krebs hatte sie jedoch die Idee, anderen Kindern, die ebenfalls Krebs hatten, zu unterstützen. Jessica strahlte ungeheure Hoffnung für ihre Heilung aus, und diese Hoffnung wollte sie auch anderen Kindern vermitteln. Und so gründete sie gemeinsam mit ihren Eltern die „NEGU-Foundation“, eine Stiftung für krebskranke Kinder. „NEGU“ stand für „Never Ever Give Up“ („Gib niemals auf“). Doch mitten in ihrem Kampf fanden die Ärzte am 09. September 2011 plötzlich einen zweiten Gehirntumor.</p><img src="http://data7.blog.de/media/486/6154486_32d96f92da_l.jpg" width="200px" height="140px" alt=""><br><a><i>Foto</i></a> von <a><i>Negu-Foundation</i></a></p><p><em>30. September 2011 – Die Bestrahlung macht mich so müde. Ich muss mich am Wochenende mehr ausruhen, damit ich meine Kraft für nächste Woche wieder aufbaue. Hab immer noch Druck auf den Ohren und mein rechtes Auge bewegt sich nach oben. Ich hoffe, das vergeht bald. Danke, dass ihr für mich betet. Wir alle werden diese Tumore schlagen. NEGU, Jessie</em></p><p>Jessica war ein tapferes Mädchen und versuchte trotz der Schockdiagnose weiterzukämpfen. Sie veröffentlichte weiter Facebook-Einträge, die sie meistens mit „NEGU, Jessie“ („Gib niemals auf, Jessie“) unterschrieb. Mittlerweile verfolgten immer mehr Menschen die Einträge des Mädchens im Internet, welches beherzt den Kampf gegen diese schlimme Krankheit aufgenommen hatte. Sogar die berühmte Schauspielerin Eva Longoria besuchte sie im Krankenhaus, um ihr Kraft zu spenden und ihre „NEGU-Foundation“ zu unterstützen, wo zum Beispiel in einer Aktion bunte Marmeladengläser gefüllt mit Süßigkeiten an andere krebskranke Kinder verschenkt wurden.</p><p><em>25. Dezember 2011 – Frohe Weihnachten euch allen! Bitte betet für mich … Ich hab ziemlich schlimme Schmerzen in meinen Knien festgestellt … Das kommt von den Steroiden. Es tut wirklich sehr sehr weh. Ich hoffe, das geht bald vorbei. War die meiste Zeit der Nacht wach. Mommy und Daddy haben mir die ganze Nacht die Knie gerieben. Ich hoffe, ihr habt alle ein tolles Weihnachten. NEGU, Jessie</em></p><p>Jessica blickte positiv in die Zukunft und kämpfte tapfer weiter, sie freute sich bereits auf ein großartiges neues Jahr 2012. Ihre Mission mit ihrer „NEGU-Foundation“ wollte sie fortführen, denn ihr Ziel war es, krebskranke Kinder dazu zu ermutigen, niemals aufzugeben. Ein fröhliches Herz wäre die beste Medizin, so war die Botschaft von Jessica. Das Mädchen strahlte noch immer Zuversicht und Hoffnung aus, jedoch wurde ihr eigener Zustand immer kritischer.</p><p><em>04. Januar 2012 – Meine Kopfschmerzen werden nicht besser. War bis 4 Uhr morgens wach und meine Schläfen klopfen. Es tut weh, sich zu bewegen. Bitte betet, dass das weggeht. Es ist frustrierend und echt kein Spaß. Eure Jessie</em></p><p>Dies sollte der letzte Eintrag von Jessica sein. Als sich ihr Zustand nicht besserte, wurde sie mit einem Notfallteam ins Krankenhaus gebracht. Jessica durfte nur mehr wenige Tage des neuen Jahres erleben, denn sie verlor ihren Kampf gegen den Krebs und starb am 05. Januar 2012. Ihre Eltern verfassten einen letzten Eintrag über ihre verstorbene Tochter:</p><p><em>05. Januar 2012 – Liebe Freunde … wir haben für unsere süße Jessie gebetet und gebetet, dass sie hier auf Erden geheilt werden würde, doch es war Gottes Plan, sie im Himmel zu heilen. Jessie hat heute Flügel bekommen und ist jetzt bei Jesus. Keine Schmerzen … vollkommene Vision … verbreitetes Glück. Bitte begleitet uns dabei, ihren glücklichen Geist und ihre „Niemals-Aufgeben-Einstellung“ in die Welt zu tragen.</em></p><p>Die Anteilnahme der Menschen am Tod des jungen Mädchens war überwältigend, ihre Seite auf Facebook verzeichnete bereits über 100.000 Fans und wuchs ständig weiter. Jessica hatte ihren Kampf gegen den Krebs zwar verloren, jedoch war ihr Tod nicht umsonst. Mit ihrer gegründeten „NEGU-Foundation“ lebt ihr mutiger Kampf gegen ihre Krankheit bis heute weiter. Denn mit ihrer Einstellung, in ihrer schwierigsten Zeit nicht nur an sich selbst, sondern auch an andere kranke Kinder zu denken, wurde sie zum Vorbild für viele Menschen. Zahlreichen Kindern konnte so bereits ein besseres Leben ermöglicht werden.</p><p>Jessica Joy Rees: <em>„Ich träume von dem Tag, an dem jedes gegen Krebs kämpfende Kind den Mut hat, niemals aufzugeben“</em></p><img src="http://data7.blog.de/media/487/6154487_cf9a8f228e_l.jpg" width="200px" height="130px" alt=""><br><a><i>Foto</i></a> von <a><i>Negu-Foundation</i></a></p><p><small><a href="http://Motivationsgeschichten.blog.de/2012/01/30/jessica-joy-rees-beherzter-kampf-krebs-12574291/#comments">Kommentare</a></small></p>
Sabriye Tenberken – Die erste Blindenschule in Tibet von am Mon, 23 Jan 2012 11:06:43 +0100:
<p>Sabriye Tenberken wurde am 19. September 1970 in Köln (Deutschland) geboren. Durch eine angeborene Netzhauterkrankung der Augen begann sie bereits ab ihrem neunten Lebensjahr langsam zu erblinden. Diese schleichende Erblindung war eine starke psychische Belastung für das kleine Mädchen, denn sie wusste, dass sie bald nichts mehr sehen würde auf der Welt. Das Leben wurde für Sabriye Tenberken immer schwieriger, denn mit der nachlassenden Sehkraft wurde sie immer mehr zum Außenseiter. Die Lehrer nahmen sie nicht mehr ernst und die anderen Kinder spielten ihre üble Streiche.</p><p>Sabriye Tenberken: <em>„Kinder können sehr gemein sein: Ach, da kannst du ruhig lang laufen, da ist nichts. Und dann falle ich plötzlich die Treppe runter“</em></p><p>Im Alter von zwölf Jahren trat dann die traurige Gewissheit ein und das Mädchen wurde völlig blind. Sabriye Tenberken war vollkommen verstört und hatte schreckliche Angst, von nun an alleine zu sein. Sie konnte sich mit ihrem Schicksal nicht wirklich abfinden, erst als sie in eine Blindenschule kam, schöpfte sie wieder Hoffnung. Sie lernte neue Freunde kennen und in rasender Geschwindigkeit studierte sie die Brailleschrift (Blindenschrift) und war auch sportlich sehr aktiv. Sie war eine sehr gute Schülerin und schaffte problemlos ihren Abschluss, nun wollte sie aber weiterstudieren. Sie begann ein Studium im Rahmen der Zentral-Asien-Wissenschaften mit den Schwerpunkten „Tibet“ und „Mongolei“. Da sich zuvor noch kein Blinder an diesen Studiengang gewagt hatte, musste Sabriye Tenberken eigene Methoden erfinden, um das Studium bewältigen zu können.</p><p>Im Alter von 22 Jahren entwickelte sie aus diesem Grund eine eigene tibetische Blindenschrift, die auf der Brailleschrift basierte. Es war die erste eigene Blindenschrift für Tibet, denn so etwas hatte es bis jetzt noch nicht gegeben. Um ihr Wissen noch zu vertiefen, reiste Sabriye Tenberken nach Tibet (Zentralasien), um dort die Lebensbedingungen blinder Menschen zu erforschen. Sie war jedoch erschüttert, wie mit blinden Menschen in dieser Gegend umgegangen wurde. Blinde Kinder wurden von ihren Eltern verstoßen oder wurden einfach an das Bett gefesselt. Es gab keine Einrichtung, die sich um blinde Menschen kümmerte, und so mussten die meisten Blinden, ausgestoßen von der Gesellschaft, ihr Leben in völliger Abgeschiedenheit und in Armut verbringen. Sabriye Tenberken konnte diese schlimmen Zustände kaum fassen und wollte etwas dagegen tun.</p><p>Sie wollte eine Blindenschulde in Tibet gründen, die sich der Alphabetisierung blinder Kinder widmen sollte. Doch sie fand kaum Unterstützung, denn wer wollte schon einer blinden Frau helfen, ein so großes Projekt umzusetzen? Aber Sabriye Tenberken ließ sich nicht unterkriegen und kämpfte verbissen um ihre Pläne. Sie begab sich auf schwierige Reisen in die entlegensten Dörfer, um Eltern zu überzeugen, ihr blindes Kind in ihre Obhut zu geben. Gegen alle Widerstände der Behörden ließ sie sich nicht einschüchtern, denn sie wollte einfach den blinden Menschen ein besseres Leben ermöglichen. Bald fand sie die ersten blinden Kinder für ihre Schule und so wurde 1998 tatsächlich das erste Blindenzentrum in Tibet gegründet. Unterstützt wurde sie dabei von ihrem Lebensgefährten Paul Kronenberg, der sie dabei tatkräftig unterstützte.</p><p>Neben der Blindenschrift wurden auch viele praktische Dinge vermittelt, wie man zum Beispiel mit einem Blindenstock umgeht, oder wie man sich als Blinder in einer Stadt orientieren kann. Da viele Kinder psychische Probleme hatten, wollte Sabriye Tenberken die Stärken der Kinder fördern, um sie wieder in die Gesellschaft integrieren zu können. Ein tibetischer Junge wollte zum Beispiel gerne ein Käser (Käsehersteller) werden, und so durfte er in Holland in die Lehre gehen. Nach seiner Rückkehr nach Tibet wurde er ein erfolgreicher Geschäftsmann für die Käseherstellung, obwohl er blind war. Aus diesem Grund wurde später auch eine eigene Ausbildungsfarm für Käserei in Tibet errichtet, um blinden Menschen eine Berufsausbildung zu ermöglichen. </p><p>Sabriye Tenberken: <em>„Es ist gar nicht notwendig, die Welt blindengerecht zu machen. Es sei wichtiger, die Fähigkeiten der Blinden zu erkennen und zu stärken und sie so für die Welt vorzubereiten“</em></p><p>Die Blindenschule wuchs nun ständig weiter, Sabriye Tenberken bildete nun auch andere Lehrkräfte aus, die nun ebenfalls die Kinder unterrichten konnten. Sie kümmerte sich vor allem um die Kommunikation zu den Behörden und anderen internationalen Organisationen. Durch zahlreiche Medienauftritte sammelte sie notwendige Spenden, um die Schule finanzieren zu können und auch andere Projekte für blinde Menschen zu verwirklichen. Gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten plante sie bereits Programme für Blinde in Indien, und aus diesem Grund gründeten sie die internationale Hilfsorganisation „Braille Ohne Grenzen“ für Blinde in Entwicklungsländern. Von zentraler Bedeutung war die Vermittlung der Brailleschrift an blinde Menschen. Zusätzlich sollte für jene Sprachen, wo eine Blindenschrift noch nicht existierte, ein eigener Sprachcode entwickelt werden, so wie Sabriye Tenberken es seinerzeit für Tibet getan hatte.</p><p>Sabriye Tenberken schaffte es trotz ihrer Behinderung, die erste Blindenschule in Tibet zu gründen. Mit großer Willensstärke und Entschlossenheit überwand sie Hindernisse, an denen die meisten Menschen gescheitert wären. Und dies war auch ihre wichtigste Botschaft an alle blinden Menschen auf der Welt, denn wenn man kämpft und an sich glaubt, kann man alles im Leben erreichen. Sie hat bereits viele blinde Kinder von der absoluten Armut befreit und sie von Ausgestoßenen der Gesellschaft zu Menschen gemacht, die heute stolz ihre Familie ernähren können. Die Brailleschrift, die Sabriye Tenberken für Tibet entwickelt hatte, ist heute anerkannte und offizielle Blindenschrift in Tibet.</p><p>Sabriye Tenberken: <em>„Aus der Ferne scheinen Probleme manchmal unlösbar. Und wenn man davorsteht, dann begreift man erst, hier ist eine Lücke, da kann ich durch“</em></p><img src="http://data7.blog.de/media/721/6141721_86d0e4a3c6_l.jpg" width="200px" height="150px" alt=""><br><a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Girl_of_Tibet.jpg"><i>Foto</i></a> von <a href="http://cc.nphoto.net/view/2008/11851.shtml"><i>走老</i></a><br>unter <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5/cn/deed.en"><i>CC BY-SA 2.5</i></a><p><br><br><img src="http://ad.zanox.com/ppv/?20177346C421429600" align="bottom" width="1" height="1" border="0" hspace="1"><a href="http://ad.zanox.com/ppc/?20177346C421429600T&ULP=[[http://www.amazon.de/Mein-Weg-f%C3%BChrt-nach-Tibet/dp/3462029363/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1327311988&sr=8-1&tag=zanoxdemultic-21]]">Werbeanzeige Amazon: Sabriye Tenberken - Mein Weg führt nach Tibet, das Buch --> Hier klicken</a><br></p><p><small><a href="http://Motivationsgeschichten.blog.de/2012/01/23/sabriye-tenberken-erste-blindenschule-tibet-12503229/#comments">Kommentare</a></small></p>
Die Mutter, die sich für ihr Baby opferte von am Mon, 16 Jan 2012 09:40:54 +0100:
<p>Die 17-jährige Schülerin Jenni Lake litt schon seit längerem unter starker Migräne. Als sie sich aus diesem Grund von Ärzten untersuchen ließ, folgte bald eine Schockdiagnose. Man fand mehrere Tumore auf der rechten Seite ihres Gehirns, die ihre Kopfschmerzen verursachten, und weitere Tumore im Rückenmark. Ihr sorgenfreies Leben war für das junge Mädchen nun vorbei, denn von nun an musste sie sich sofort einer Chemotherapie und einer Bestrahlung unterziehen. Jenni Lake trug die Diagnose mit Fassung, doch als man ihr mitteilte, dass sie durch diese Therapie keine Kinder mehr bekommen könnte, brach eine Welt für sie zusammen. </p><p>Jenni Lake schlug gut auf die Behandlung an und die Ärzte bestätigten, dass die Tumore kleiner wurden. Doch plötzlich bekam sie ständig Bauchschmerzen und musste sich immer wieder übergeben. Die Ärzte stellten die eigentlich unmögliche Ursache fest und teilten der jungen Frau mit, dass sie in der zehnten Woche schwanger war. Jenni Lake und ihr Freund hatten sich nicht um eine entsprechende Verhütung gekümmert, da man ihnen mitgeteilt hatte, dass sie sowieso nicht schwanger werden könnte, umso größer war nun die Überraschung. Jedoch teilten ihr die Ärzte auch mit, dass das Baby nicht überleben würde, wenn sie die Chemotherapie fortsetzen würde. Jenni Lake musste nun eine Entscheidung treffen, für die lebensrettende Chemotherapie oder für ihr Baby.</p><p>Jenni Lake entschied sich für das Kind und brach die Chemotherapie sofort ab. Die Schwangerschaft verlief in der nächsten Zeit ohne große Komplikationen, jedoch verschlechterte sich der Zustand der jungen Frau in den letzten Wochen der Schwangerschaft erheblich. Der Krebs hatte nun wieder Oberhand gewonnen und schwächte das junge Mädchen immer mehr. Jedoch kämpfte sie weiter, vor allem für ihr Baby. Und tatsächlich brachte Jenni Lake einen gesunden Buben zur Welt, und sie taufte ihn Chad Michael. Es hätte ein neuer und glücklicher Lebensabschnitt für die junge Familie werden können, jedoch sollte es ein trauriger Abschied werden.</p><p>Jenni Lake war vollkommen ausgelaugt, sie hatte alle Kraft für die Geburt ihres Kindes gegeben. Als man ihr das Baby in die Arme legte und sie ihren kleinen Sohn das erste Mal auf die Wange küsste, war sie noch nie so glücklich in ihrem Leben gewesen. Ihr Kind hatte sie nun gerettet, jedoch konnten die Ärzte für sie selber nichts mehr tun. Jenni Lake starb zwölf Tage nach der Geburt ihres Sohnes. </p><p>Jenni Lake hatte ihre folgenschwere Entscheidung nie bereut. Der Mutterinstinkt von ihr war stärker als die Angst vor dem Tod. Sie opferte sich, damit ihr Baby überleben konnte, und verzichtete auf eine für sie lebensnotwendige Chemotherapie. Nun kümmert sich die Mutter von Jenni Lake um das Kind, welches nun ohne seine tapfere und großherzige Mutter aufwachsen muss.</p><p>Jenni Lake kurz vor ihrem Tod: <em>„Ich kann nicht mehr, ich habe es geschafft, was ich schaffen wollte. Mein Baby sicher auf die Welt zu bringen“</em></p><img src="http://data7.blog.de/media/855/6127855_23f60417ef_l.jpg" width="200px" height="140px" alt=""><br><a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Afbeelding_028.jpg"><i>Foto</i></a><br></p><p><small><a href="http://Motivationsgeschichten.blog.de/2012/01/16/mutter-baby-opferte-12462220/#comments">Kommentare</a></small></p>
Ameneh Bahrami – Der Säureangriff, der ihr Leben zerstörte von am Mon, 09 Jan 2012 09:14:02 +0100:
<p>Ameneh Bahrami wurde in Teheran (Iran) geboren und war eine aufgeweckte und lebensfrohe junge Frau. Wie die meisten aufgeklärten Frauen im Iran stellte sie sich nicht direkt gegen das unbeugsame und starre iranische System mit ihren alten und traditionellen Rollenbildern, sondern nahm sich immer wieder kleine Freiheiten heraus. Sie trug modische Kopftücher, wo ihr schwarzes Haar manchmal zum Vorschein kam, und ab und zu schminkte sie sich dezent. Sie arbeitete für ein Unternehmen der Medizintechnik und nebenbei begann sie, an der Universität in Teheran zu studieren. Ameneh Bahrami träumte von der großen Liebe und einem unabhängigen und eigenständigen Leben, so wie viele junge Frauen in ihrem Land. Doch plötzlich begann ein junger iranischer Student um sie zu werben.</p><p>Es war der unscheinbare Madschid Mowahedi, der sich unsterblich in die hübsche Frau verliebt hatte. Er begann, Ameneh Bahrami zu belästigen und anzurempeln, um auf sich aufmerksam zu machen. Er quälte sie mit Anrufen und verfolgte sie monatelang durch die Straßen von Teheran. Die Familie von dem Verehrer stand ebenfalls hinter dem Mann, denn sie sind laut Tradition der Meinung, dass die Frau dem Mann einfach zu gehorchen hatte. Aber Ameneh Bahrami wollte von den bedrängenden Annäherungsversuchen nichts wissen, denn sie wollte ihre eigene große Liebe im Leben finden. Sie meldete den Stalker der Polizei, ab die konnten nichts tun, solange keine Gewalt angewendet wurde. Eines Tages, nach zahlreichen weiteren Ablehnungen gegenüber ihrem Verehrer, lauerte er Ameneh Bahrami vor ihrem Arbeitsplatz auf. Wenn er ihr seinen Willen schon nicht aufzwingen konnte, dann wollte er wenigstens ihr Leben zerstören.</p><p>Als sich die 26-jährige Ameneh Bahrami an diesem Tag auf den Heimweg machte, schlich sich der Verehrer von hinten an sie heran, schüttete ihr Schwefelsäure ins Gesicht, und rannte weg. Die Säure brannte wie Feuer in ihrem Gesicht, auch ihre Arme, Hände und ihr Dekolleté wurden stark verätzt. Sofort eilten Passanten herbei, aber keiner konnte der vor Schmerzen schreienden jungen Frau helfen. Die Ärzte im Krankenhaus konnten am Anfang ebenfalls nicht viel für sie tun, um ihre höllischen Schmerzen zu beenden.</p><p>Ameneh Bahrami: <em>„Kein Schmerzmittel konnte mein Leid mindern. Ich habe mich sogar gegen die Wand geschmissen, weil die Qualen so unerträglich waren. Ich flehte die Ärzte an, mir eine Spritze zu geben, damit ich sterbe. Letzten Endes aber fingen all die Medikamente an zu wirken“</em></p><p>Von nun an war das unbeschwerte Leben von Ameneh Bahrami für immer vorbei. Ihr Gesicht war vollkommen entstellt, die Schmerzen, die sie am ganzen Körper aushalten musste, waren kaum vorstellbar. Aus dem attraktiven und hübschen Mädchen wurde eine Frau, die kaum wiederzuerkennen war. Ihr Gesicht wurde vollkommen zerfetzt von der Säure und sie verlor ihre beiden Augen. Zu den zahlreichen Narben am ganzen Körper kam die Gewissheit, dass sie in ihrem Leben von nun an immer auf Hilfe angewiesen sein würde. Sie zog nach Barcelona (Spanien), wo sie in einer Spezialklinik viele Operationen über sich ergehen lassen musste. Ihr Gesicht musste die nun blinde Frau immer verdecken, denn die Leute schrien vor Schreck, wenn sie das fürchterliche Gesicht von ihr sahen. Ameneh Bahrami wollte sich an dem Täter rächen, der ihr das alles angetan hatte, und zog vor ein iranisches Gericht. Und das, was sie vorhatte, war unvorstellbar.</p><p>Da es im iranischen Recht das Vergeltungsprinzip gab, darf bei vorsätzlicher Körperverletzung dem Täter das Gleiche widerfahren wie dem Opfer. Und das Gericht gab ihr nach langen Verhandlungen tatsächlich Recht, ihrem Peiniger ebenfalls dasselbe Schicksal wir ihr zuführen zu können. Nach diesem Urteilsspruch kam es zu massiven Protesten von Menschenrechtsorganisationen auf der ganzen Welt und sogar die iranische Regierung, die um ihr Image besorgt war, legte ihr nahe, dieses Recht nicht auszuüben. Aber Ameneh Bahrami spürte nur tiefen Hass gegenüber ihrem Peiniger, und dies war auch verständlich.</p><p>Der Täter Madschid Mowahedi zeigte überhaupt keine Reue und prahlte im Gefängnis sogar damit, auf allen Titelseiten zu sein. Als er im Gerichtssaal zum ersten Mal ihr verunstaltetes Gesicht sah, lachte er nur höhnisch. Er sagte zu ihr, dass sie ihn nun heiraten könnte, den einen anderen Mann würde sie sowieso nicht mehr finden. Diese Uneinsichtigkeit schmerzte Ameneh Bahrami sehr, doch nun sollte sie ihrem Peiniger ebenfalls das Augenlicht durch eine Säure nehmen können, und alles war bereits vorbereitet für diese Tat. Im Jahr 2011 stoppte sie aber im letzten Moment ihre Vergeltungsaktion und teilte mit, den Mann nun nicht mehr bestrafen zu wollen. Sie hatte die Sache absichtlich bis auf die Spitze getrieben als Warnung für alle Männer, die ebenfalls Frauen im Iran verletzen wollten.</p><p>Ameneh Bahrami lebt heute in Spanien. Von der Familie des Täters wird sie noch immer bedroht, da sie das Verschulden bei ihr sehen. Denn wenn sie ihre Schönheit besser bedeckt hätte, dann hätte sie der Verehrer nicht so ansehen können und es wäre nie so weit gekommen. Bis heute hat sich weder der Übeltäter, noch dessen Familie bei ihr entschuldigt. Der Täter wurde zu einer Haftstrafe von 12 Jahren und einer Geldstrafe verurteilt.</p><p>Die seinerzeit hübsche Frau Ameneh Bahrami wird für immer entstellt und schwer behindert bleiben. Trotzdem zeigte sie Größe und verschonte den Täter, der ihr Leben für immer zerstörte. Durch ihren unermüdlichen Kampf vor Gericht gab sie vielen Frauen im Iran Hoffnung. Für solche schrecklichen Vergeltungsaktionen gegen Frauen gab es bis jetzt nur eine mehrjährige Gefängnisstrafe, und diese schreckte viele Männer nicht ab, Gewalt gegen Frauen anzuwenden. Seit dem Gerichtsurteil, dass Frauen an den Männern ebenfalls Vergeltung üben konnten, wurden keine furchtbaren Attentate mehr gegen Frauen durchgeführt.</p><p>Ameneh Bahrami musste ihre Lebenspläne schon in jungen Jahren begraben. Durch ihren vorbildlichen Kampf gab sie aber vielen Frauen die Hoffnung, sich nicht von den Männern unterkriegen zu lassen und zu sich selbst zu stehen. Denn heute ist laut iranischem Recht eine Frau immer noch nur halb so viel wert wie ein Mann.</p><p>Ameneh Bahrami: <em>„Ich will erreichen, dass niemand mehr erlebt, was ich durchgemacht habe. Ich will potenzielle Täter abschrecken“</em></p><img src="http://data7.blog.de/media/100/6115100_5a137cd1b0_l.jpg" width="200px" height="140px" alt=""><br><a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Burqa.jpg"><i>Foto</i></a> von <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/User:Antoinetav"><i>Antoine Taveneaux<br></i></a> unter <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en"><i>CC BY-SA 3.0</i></a></p><p><br><br><img src="http://ad.zanox.com/ppv/?20177346C421429600" align="bottom" width="1" height="1" border="0" hspace="1"><a href="http://ad.zanox.com/ppc/?20177346C421429600T&ULP=[[http://www.amazon.de/Auge-Verehrer-sch%C3%BCttete-Gesicht-Schicksal/dp/3868821554/ref=sr_1_2?s=books&ie=UTF8&qid=1326101306&sr=1-2&tag=zanoxdemultic-21]]">Werbeanzeige: Ameneh Bahrami - Auge um Auge, das Buch --> Hier klicken</a><br></p><p><small><a href="http://Motivationsgeschichten.blog.de/2012/01/09/ameneh-bahrami-saeureangriff-leben-zerstoerte-12415206/#comments">Kommentare</a></small></p>